Die Familie Stürzer in Wall beliefert die Molkerei Andechs und gehört zu deren »Initiative KlimaBauer« für ökologische bewirtschaftung. Im Programm heißt es über die teilnehmenden Bio-Bauern:
»[sie] sichern die Nachhaltigkeit natürlicher Beziehungen zwischen Boden, Pflanzen, Tier und Mensch. Sie achten darauf, dass ihr Boden Wohn- und Arbeitsräume für alle Bodentiere und Pflanzenwurzeln mit ausreichend Bewegungsfreiheit und Luft zum Atmen bietet. Durch die Mischung aus Flachwurzlern, Mitteltief- und Tiefwurzlern wird der Boden durch die Pflanzenwurzeln lebendig verbaut. Sie arbeiten ohne künstliche Dünger und Spritzmittel, sie ermöglichen ein intaktes Bodenleben, das bei einem gesunden Stück Boden aus Hunderttausenden Insekten, Würmern, Käfern und Mikroorganismen besteht. Diese Lebewesen machen aus Mist wertvollen Humus für einen fruchtbaren Boden.
Den Regenwürmern – in einem gesunden Bio-Boden leben zwischen 300 und 600 pro Kubikmeter – kommt zusätzlich noch eine wichtige Rolle zu: Sie bewirken durch die vielen Röhren und Gänge, die sie graben, eine Lockerung des Bodens, was ihn wiederum zu einem hervorragenden Wasserspeicher macht. Die Folge: Die Versickerung des Wassers ist viel besser gewährleistet, Ressourcen werden geschont, fruchtbarer Boden wird erhalten und wertvoller Humus aufgebaut. Wichtig bei der Bewirtschaftung ist die Flächenbindung im ökologischen Landbau.
Das heißt: Pro Hektar Fläche grast eine Kuh. Die Kuh wird von dieser Fläche ernährt und gibt genauso viel Mist ab, wie der Boden für einen positiven Humusaufbau benötigt. Die Tierhaltung und Bodenbewirtschaftung bilden in sich einen geschlossenen biologischen Kreislauf – für aktiven Umwelt und Gewässerschutz.«
zur Initiative der Andechser Molkerei gehören u.a. die Bauernfamilien Stürzer, Heitmeir, Frey und Lanzinger.[Fotografie: Cordula Flegel]



























