DØRFKIND Keramik + wohnkonzept

Die Keramikerin ManuEla Hollerbach liebt 

Ton, Kunst und den Austausch mit freunden


»Als Handwerkerin ist mir wichtig, dass ein Stück in guter Qualität gearbeitet wird. Als Designerin möchte ich Einflüsse aus den verschiedensten Bereichen für meine Produkte nutzen. Ich beschäftige mich mit Trends, mit der Historie von Produkten, analysiere, was ich auf Reisen sehe. Und versuche, etwas Modernes zu entwickeln, einen zeitlosen Kern für mich aus all dem rauszuschälen.« 

Die Werkstatt »DØrfkind. Keramik + Wohnkonzept«  liegt mitten in der kleinen Ortschaft Höslwang. Vorm Gasthof nebenan, der »Schönen Aussicht«, schauen die Radlfahrer über blühende Apfelbäume und grellgelbe Rapsfelder in die Alpen. Die Eisentür mit den Sprossenfenstern zu Manuela Hollerbachs Rifugium steht weit offen, draußen auf dem Dorfplatz ist es viel wärmer als zwischen den kühlen, gekalkten Wänden der Werkräume. Die Geschirrteile und Vasen, die wie für Gäste auf einem langen Tisch in der Werkstatt arrangiert stehen, wirken edel, fast puristisch, und verweisen doch auf die traditionelle, bäuerliche Keramik des Chiemgaus. Manuela Hollerbach spricht gern über ihre Arbeiten. Der Kontakt zu den Menschen, die sie nutzen, ist ihr wichtig. Sie legt Wert darauf, dass man den regionalen Ursprung ihrer Stücke erkennt, aber beschreibt auch, was sie bei der Gestaltung noch interessiert: »Meine Farben sind nordischer, das ist einfach mein eigenes Geschmacksmuster. Die Farbpalette ist reduziert, es gibt kaum auffällige, starke Töne. Richtig bunt ist bei mir nur das Türkiseisbach, aber auch das kombiniere ich mit Beige und Schwarz, und breche es dadurch wieder. Ich arbeite immer mit dem Zusammenspiel von verschiedenen Naturtönen. Schön finde ich auch, manche Stellen unglasiert zu lassen, sodass man noch das ursprüngliche Material sieht. Weil ich sehr hoch brenne, sind die Stücke trotzdem noch wasserdicht. Die ursprüngliche Chiemgauer Keramik, wenn es die denn überhaupt so gibt, wurde niedriger gebrannt und musste überall lasiert werden. Aber ich persönlich mag, wenn es noch rohe Stellen gibt, und nicht alles glatt ist«. Gelernt hat Hollerbach ihr Handwerk in … [weiter gehts in Magazin bauernlandschaft]